Anwendungen von Mikroschaltern in elektrischen Zweirädern

Elektrische Zweiräder nutzen kleine Schalter, um mechanische Betätigungen mit elektronischen Steuerungssystemen zu verbinden.

Ein Mikroschalter kann die Bewegung einer Sitzverriegelung, eines Bremshebels, einer Bedientaste, eines Gang- oder Fahrmoduswählers oder eines Verriegelungsmechanismus erfassen und in ein eindeutiges elektrisches Signal umwandeln. Aufgrund seiner kompakten Bauform und zuverlässigen Schaltcharakteristik wird er in elektrischen Zweirädern häufig zur Positionsabfrage und für Steuerfunktionen eingesetzt.

Was ist ein Mikroschalter?

Ein Mikroschalter ist ein kompakter elektromechanischer Schalter, der seinen Kontaktzustand ändert, sobald der Betätiger eine definierte Position erreicht.

Sein Schnappmechanismus sorgt für ein schnelles und eindeutiges EIN/AUS-Signal. Dadurch eignet er sich für Positionsabfragen, Statusrückmeldungen und Steuersignale.

Bei elektrischen Zweirädern ist das Funktionsprinzip einfach:

Mechanische Bewegung → Mikroschalter → elektrisches Signal → Steuergerät

Anwendungen von Mikroschaltern in elektrischen Zweirädern

Erkennung des Sitzbankstatus

Viele elektrische Zweiräder verfügen unter der Sitzbank über ein Staufach oder ein Batteriefach.

Ein Mikroschalter kann nahe der Sitzverriegelung montiert werden, um zu erkennen, ob die Sitzbank geöffnet oder korrekt geschlossen ist.

Beim Verriegeln drückt der Schließmechanismus den Schalter und ändert dessen Kontaktzustand. Wird die Sitzbank geöffnet, kehrt der Schalter in seine Ausgangsstellung zurück.

Bremslichtsteuerung

Ein Mikroschalter kann auch in der Bremshebeleinheit eingesetzt werden.

Zieht der Fahrer den Bremshebel, wird der Schalter betätigt und sendet ein Signal an das Steuergerät bzw. den Bremslichtkreis. Daraufhin kann das Bremslicht aktiviert werden.

Geschwindigkeitsregelung (Tempomat)

Bei elektrischen Zweirädern mit Tempomat kann ein Mikroschalter als Steuereingang verwendet werden.

Betätigt der Fahrer die Tempomattaste oder den entsprechenden Mechanismus, ändert der Schalter seinen Zustand und sendet ein Signal an das Fahrzeugsteuergerät.

Das Steuergerät aktiviert oder ändert anschließend die Geschwindigkeitsregelung entsprechend der Systemauslegung.

Gang- und Fahrmoduswahl

Bei elektrischen Zweirädern mit elektronischer Geschwindigkeits- oder Fahrmoduswahl kann ein Mikroschalter in den Gang- oder Moduswähler am Lenker integriert werden.

Ändert der Fahrer den gewählten Gang oder Fahrmodus, sendet der Schalter ein Eingangssignal an das Steuergerät. Dieses stellt anschließend den entsprechenden Betriebsmodus gemäß der Fahrzeugauslegung ein.

Erkennung der Lenkerverriegelung

Einige elektrische Zweiräder verwenden eine Lenker- bzw. Lenkverriegelung als Teil des Diebstahlschutzsystems.

Ein Mikroschalter kann innerhalb des Verriegelungsmechanismus eingesetzt werden, um zu erkennen, ob die Verriegelung die verriegelte oder entriegelte Endposition erreicht hat.

Sobald der Verriegelungsmechanismus seine Zielposition erreicht, betätigt er den Schalter, der daraufhin ein Statussignal an das Steuergerät sendet.

Wichtige Anforderungen an Mikroschalter für elektrische Zweiräder

Mikroschalter in elektrischen Zweirädern müssen sowohl unter mechanischer Belastung als auch unter Umwelteinflüssen zuverlässig arbeiten.

Umweltschutz: Regen, Staub, Feuchtigkeit und Straßenverschmutzung können Schalter im Bereich von Sitzbank, Bremse, Lenkerbedienung und Verriegelungsmechanismen beeinträchtigen. Für exponierte Einbauorte wird daher häufig eine abgedichtete Bauform bevorzugt.

Stabile Schaltcharakteristik: Der Schalter sollte stets an einer gleichbleibenden Position auslösen, insbesondere bei Anwendungen am Bremshebel sowie an Sitz- und Lenkerverriegelungen.

Zuverlässigkeit bei kleinen Strömen: Viele Mikroschalter in elektrischen Zweirädern schalten keine hohe Last direkt, sondern übertragen Signale an das Steuergerät. Daher ist ein zuverlässiges Kontaktverhalten bei kleinen Strömen wichtig.

Mechanische Lebensdauer: Bremshebel, Sitzverriegelungen, Gang- und Fahrmoduswähler, Bedientasten und Verriegelungsmechanismen werden häufig betätigt. Der Schalter sollte daher über viele Schaltzyklen eine stabile Funktion gewährleisten.

Kompakte Bauform: Der Einbauraum ist oft begrenzt, insbesondere in Bremshebeleinheiten, Lenkerbedienelementen und Verriegelungsmechanismen.

Gangyuan G10G: Eine zuverlässige Lösung für elektrische Zweiräder

Für Erfassungs- und Steuerfunktionen in elektrischen Zweirädern ist der Gangyuan G10G Mikroschalter für kompakte Einbauräume und das Schalten kleiner Signalströme ausgelegt.

Wichtige Spezifikationen:

  • IP67-Schutzart
  • 0,1 A bei 12 VDC
  • Betätigungskraft: 100 ± 50 gf
  • Lebensdauer: 300.000 Schaltspiele

Die abgedichtete Bauform schützt den Schalter vor Staub und Feuchtigkeit und eignet sich damit für den Einsatz im Außenbereich.

Dank seiner kompakten Bauform lässt sich der Schalter zudem leichter in Sitzverriegelungen, Bremsbaugruppen, Lenkerbedienelemente, Gang- bzw. Fahrmoduswähler und Verriegelungssysteme integrieren.

Fazit

Mikroschalter erfüllen in elektrischen Zweirädern eine einfache, aber wichtige Aufgabe.

Sie können zur Erkennung des Sitzbankstatus, zur Bremslichtsteuerung, für die Geschwindigkeitsregelung, zur Gang- und Fahrmoduswahl sowie zur Erkennung der Lenkerverriegelung eingesetzt werden. Dabei wandeln sie mechanische Bewegungen in eindeutige elektrische Signale für das Fahrzeugsteuergerät um.

Bei der Auswahl eines Mikroschalters sollten Ingenieure auf Umweltschutz, Schaltpunkt, Betätigungskraft, elektrische Belastbarkeit, mechanische Lebensdauer und verfügbaren Einbauraum achten.

Für Anwendungen, die eine kompakte und abgedichtete Lösung erfordern, ist der Gangyuan G10G IP67-Mikroschalter eine Option für Erfassungs- und Steuerfunktionen in elektrischen Zweirädern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert